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Einsatzbereit ab Tag 1: Der Girls'Day & Boys'Day 2026 bei secura protect

Es ist kurz nach acht in unserer Zentrale in Langenselbold. Auf dem Tisch warten Metallscanner, Funkgeräte und Sicherheitswesten auf ihren Einsatz. Zeitgleich bereitet sich unser Team in Dresden auf einen Tag vor, der, so viel sei verraten, ganz anders verlaufen sollte als geplant.

Am 23. April haben wir zum Girls'Day und Boys'Day 2026 unsere Türen an zwei Standorten gleichzeitig geöffnet. Fünf junge Menschen, zwei Standorte, ein gemeinsames Ziel: ein Blick hinter die Kulissen einer Branche, die viel mehr ist als nur „Wachdienst".

Worum geht es beim Girls’Day und Boys’Day?

Vor über 25 Jahren ins Leben gerufen, soll der Girls'Day jungen Frauen Berufe näherbringen, in denen sie bisher unterrepräsentiert sind. Die Notwendigkeit dafür ist nach wie vor groß: Mehr als die Hälfte aller jungen Frauen wählt ihre Ausbildung aus nur zehn von über 330 dualen Ausbildungsberufen – ein Sicherheitsberuf ist nicht darunter.

Auch in der Branche selbst zeigt sich das Bild deutlich. Weltweit liegt der Frauenanteil im Sicherheitsdienst bei etwa 10 bis 15 Prozent. Bei secura protect sind wir mit 27 Prozent schon ein gutes Stück weiter, aber eben auch noch nicht am Ziel.

Für uns ist die Teilnahme am Girls'Day deshalb mehr als Statistik. In brenzligen Situationen ist es nämlich oft nicht die körperliche Kraft, die eine Lage beruhigt, sondern Kommunikationsgeschick und Empathie. Vielfalt ist für unsere Arbeit kein Bonus, sondern eine Voraussetzung. Und der Bedarf wächst: Die Sicherheitswirtschaft ist eine der dynamischsten Wachstumsbranchen Deutschlands, mit tausenden offenen Stellen, die auf Nachwuchs - gerne auch weiblichen - warten.

Ergänzend dazu gibt es den Boys’Day. Er soll Jungen Berufe näherbringen, in denen bislang überwiegend Frauen tätig sind, zum Beispiel im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich.

Für secura protect liegt der Schwerpunkt naturgemäß eher beim Girls’Day, denn die Sicherheitsbranche wird leider noch immer häufig als klassischer Männerberuf wahrgenommen. Trotzdem gilt für uns: Wenn sich Jungen für einen Einblick in unsere Branche interessieren und den Boys’Day bei uns verbringen möchten, schließen wir das natürlich nicht aus. Im Mittelpunkt steht für uns die Berufsorientierung junger Menschen, unabhängig vom Geschlecht.

Langenselbold – Mitten im Herzen der Zentrale

Zwei Schülerinnen und ein Schüler – der Sohn eines unserer Mitarbeiter, der den Boys'Day bei uns verbracht hat – starteten den Tag gemeinsam mit Bereichsleiter Hristo Georgiev und Digital Marketing Spezialist Mauricio José Schröder. Dass bei uns Girls'Day und Boys'Day Hand in Hand laufen, war kein Zufall. Nachwuchsförderung kennt bei uns keine Geschlechtergrenze.

Der Blick hinter die Kulissen von Verwaltung, Controlling, Operative Planung, Personal und Vertrieb räumte schnell mit einem Vorurteil auf: Sicherheit ist ein logistisches Puzzle. Die drei staunten nicht schlecht über das Spektrum, vom klassischen Objektschutz über Empfangsdienste bis hin zum Schutz von Großveranstaltungen. Die Vielfalt der Einsatzorte war die erste Überraschung des Tages.

Richtig lebendig wurde es, als die Theorie in den Hintergrund trat. Sobald die Ausrüstung auf dem Tisch lag, war das Interesse sofort greifbar: Metallscanner testen, Funkübungen durchführen, Sicherheitswesten anlegen. Aus einem abstrakten Berufswunsch wurde etwas Echtes. In der anschließenden Fragerunde mit Hristo Georgiev gipfelte dann das Interesse: „Was passiert in brenzligen Momenten?", „Wie viel Verantwortung trägt man wirklich?", „Was war dein krassestes Erlebnis?"

💬 Emil, Boys'Day-Teilnehmer: „Also ich fand's gut und würd's auf jeden Fall nochmal machen. Es hat Spaß gemacht und ist halt auch mal so bisschen Action."

Der Nachmittag gehörte ebenfalls der Praxis. Nach Brezeln und Gebäck in der Mittagspause ging es gemeinsam mit Herrn Georgiev zu zwei realen Einsatzorten – einer Gemeinschaftsunterkunft in Langenselbold und der EAS Brucker. Hautnah erleben, was Objektschutz und Empfangsdienst im Alltag bedeuten, ist etwas anderes als ein Vortrag darüber. Zurück in der Zentrale gab es eine offene Feedbackrunde, kleine Geschenke, eine Urkunde und einen Praktikumsgutschein für den nächsten Schritt. Mit großem Lächeln ging es in den Feierabend, wo die Eltern bereits warteten. Die Tür für eine gemeinsame Zukunft steht jederzeit offen.

💬 Patricia, Girls'Day-Teilnehmerin: „Wir konnten in verschiedene Bereiche reingucken. Was mir am meisten gefallen hat: dass wir zwei verschiedene Objekte besucht haben, die auch beide komplett unterschiedlich waren. Es war schon sehr interessant heute."

Dresden – Die ungeplante Realität

Langenselbold hatte ein Programm. Dresden die ungeplante Realität. Zwei Schülerinnen. Kein Stundenplan, keine Aufwärmphase. Stattdessen eine unerwartete Lage direkt an der TU Dresden, wo secura protect im Wachschutz tätig ist. Schon in den ersten Minuten des Tages arbeiteten unsere Kräfte in enger Abstimmung mit der Polizei. Alles war dabei, Situation einschätzen, kommunizieren, handeln. Kein Skript. Keine Simulation. Die beiden standen dabei und sahen, was dieser Beruf im Kern ist: Urteilsvermögen unter Druck.

Bereichsleiter Daniel Pietzka führte sie durch diesen Moment und durch den gesamten Tag. Ruhig, klar und ohne zu dramatisieren. Einer, der nicht erklärt, wie Sicherheit funktioniert, sondern es gerne zeigt. Was unterscheidet den Sicherheitsdienst von der Polizei? Wo liegen die eigenen Kompetenzen, wo die Grenzen? Diese Fragen bekamen keine Folienpräsentation als Antwort, sondern Antworten aus erster Hand aus einem echten Arbeitstag.

Eine der beiden Teilnehmerinnen brachte durch ihren familiären Hintergrund bereits Vorwissen mit. Männliche und weibliche Kräfte begleiteten den Tag, weil das bei secura protect nicht der Ausnahmefall ist, sondern der Normalzustand.

Manchmal braucht es eben keinen vollen Stundenplan, um zu verstehen, worum es geht. Manchmal reicht ein Tag, der einfach echt ist.

Ausblick

Der Girls'Day und Boys'Day war und ist für uns kein Pflichttermin. Laut der bundesweiten Wirkungsstudie verlassen 94 Prozent der Mädchen den Aktionstag begeistert und genau diese Begeisterung ist der Hebel. Sie öffnet Türen, die in einem normalen Berufsorientierungsprozess oft verschlossen bleiben. Wir wollen zeigen, dass es in der Sicherheit nicht auf Klischees ankommt, sondern auf Charakter - Verantwortungsbewusstsein, Ruhe und Kommunikationsstärke. Eigenschaften, die an kein Geschlecht gebunden sind. Dass sogar der Sohn eines Kollegen im Rahmen des Boys'Days dabei war, zeigt, dass die Leidenschaft für diesen Beruf beginnt oft schon am Küchentisch.

Ob in der Zentrale oder im echten Einsatz in Dresden – was zählt, ist überall dasselbe. Und genau das hat bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern offenbar etwas ausgelöst:

💬 Elena, Girls'Day-Teilnehmerin: „Beruflich könnte ich mir das auch vorstellen – vielleicht nicht gleich draußen, sondern eher im Büro. Aber vorstellen könnte ich es mir."

Genau darum geht es uns. Mit den Praktikumsgutscheinen im Gepäck steht die Tür bei secura protect weit offen. Wir freuen uns auf die nächste Generation und freuen uns auf den Girl’s Day 2027.

Sie möchten mit uns ins Gespräch kommen?

Wenn Sie Lust haben, sich über die Themen rund um Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung mit uns auszutauschen, Fragen dazu haben, wie wir mit Nachhaltigkeit bei secura protect umgehen oder sich für eine Kooperation mit uns interessieren - wenden Sie sich gerne an unsere Nachhaltigkeitsbeauftragte Hedda Stroh.

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